Wert­schätzung kann nie versagen

Autor: Peter Michael Dieckmann
Well done@geralt/22460 (pixabay CC-0)

Beobachte deine Angst

Jeder Mensch kennt Angst. Angst gehört zum Menschsein dazu. Der Kampf gegen die Angst ist zwecklos. Die Angst kann niemals besiegt werden. Beobachte sie einfach. Wenn du die Angst beobachtest, wird sie sich verändern. Und mit der Veränderung der Angst wirst auch du dich verändern. Seelisches Wachstum ist oftmals mit dem Gefühl der Schwäche verbunden. Deine Angst ist nicht dein Feind, sondern dein Freund, der mal kommt und wieder geht.

Ersetze das Wort „Angst“ durch das Wort „Respekt“

„Ab und an werde ich mit Versagensangst konfrontiert“, sagte mir eine Meditationslehrerin in Ausbildung. „Gott sei Dank!“, antwortete ich.
Deine Versagensangst ist Ausdruck des Respekts, des Respekts vor deiner Arbeit, des Respekts vor den Menschen, denen du deine Arbeit anbietest und nicht zuletzt des Respekts vor dir selbst. Wenn du alles mit der inneren Einstellung der Wertschätzung tust, kannst du nicht versagen!

Achte auf dein Tun, nicht auf das Ergebnis

Der gedankliche Fehler liegt oft darin, sein Tun und Handeln ausschließlich nach einem erwünschten Ergebnis auszurichten. Aber das Tun und Handeln selbst verdient deine Wertschätzung, nicht nur der erhoffte Erfolg. Erfolg ist immer das, was folgt. Da immer etwas er-folgt, ist in diesem Sinne jegliches Handeln erfolgreich. Wer sich jedoch nur auf das Ergebnis konzentriert, ist niemals im Hier und Jetzt. Das Ergebnis deines Handelns wird sich erst in der Zukunft zeigen. Handeln kannst du nur im Hier und Jetzt. Wer niemals im Hier und Jetzt ist, ist nie ganz präsent. Wer niemals ganz präsent ist, ist nicht nur entfernt von der Gegenwart, sondern auch von der Wertschätzung. Wertschätzung ist eine innere Qualität in dir. Und zwar in diesem Moment. Deine Wertschätzung von gestern und deine Wertschätzung von morgen sind weder in dir spürbar noch haben sie eine Auswirkung auf deine gegenwärtige Erfahrung.

Wertschätzung ist die Energie der Liebe

Jegliches Tun benötigt Energie. Energie im Sinne der Kraftanstrengung, die du für die Tätigkeit benötigst. Manchmal brauchst du mentale, manchmal körperliche Kraft, und manchmal beides. Zugleich setzt dein Tun Energie frei. Diese Energie wirkt von der Gegenwart hinein in die Zukunft. Die freigesetzte Energie ist in diesem Sinne das Ergebnis deines Tuns und Handelns. Dabei ist allein entscheidend, in welchem Bewusstsein das Handeln erfolgt. Und deshalb antworte ich auf deine Worte: „Manchmal habe ich Versagensangst“ mit „Gott sei Dank!“ Denn es wäre schade, wenn dein Tun nicht mit dem Respekt und der Wertschätzung verbunden wäre.

Aus allem, was du wahrhaft mit Liebe tust und aus allem, was du wahrhaft aus Liebe tust, kann nichts Unliebsames erfolgen. Es mag sein, dass die Erfahrung nicht immer bequem und angenehm ist, aber wer hat dir vor deiner Geburt schon versprochen, dass es nur darum ginge?

 

Bildquelle: Well done@geralt/22460 (pixabay CC-0)

Peter Michael Dieckmann

Peter Michael Dieckmann

www.dalmanuta-prinzip.de