Redewendung mit Potenzial

Autor: Andrea und Volker Siegert
Potenzial

An manchen Tagen kann der Besuch eines Heimatmuseums erleuchtend sein. So erlebte ich es in meinem Urlaub an der Ostsee vor einiger Zeit.
Der Museumsinhaber gab uns eine persönliche Führung durch die Räume. Mir fiel auf, dass der Mann mit großem Engagement und voller Begeisterung über sein Museum sprach.
In der alten Küche entbrannte dann ein Gespräch um den Metallhaken mit den Zacken, an dem ein Topf hing. Die Redewendung „einen Zacken zulegen“ war sofort präsent. Als noch am offenen Feuer gekocht wurde, hing der Topf näher am Feuer, je mehr Zacken zugelegt wurden. Das Essen wurde schneller gar. In unsere Zeit gebeamt, bedeutet einen Zacken zulegen, die eigenen Anstrengungen und Bemühungen zu steigern, um wieder in Fahrt zur kommen. Doch was treibt uns an?
Der Mann brannte für sein Museum. Mit seiner Begeisterung legte er von Raum zu Raum bildlich einen Zacken zu. Diese Führung durch das Museum war für mich die spannendste, die ich bis dahin erlebt hatte.

Begeisterung, die aus dem Herzen kommt.

Ich dachte darüber nach, was diesem Mann die Energie für seine Begeisterung gab, denn der Museumsbetrieb hatte in den letzten Monaten gelitten, und die Besucher kamen nur zögerlich.
In uns existiert eine Kraft, eine Energie, die alles durchdringt. Diese Energie fließt ungehindert aus unserem Herzen, wenn wir tun, was wir lieben und damit unsere Potenziale schöpferisch nutzen. Die Energie dehnt sich aus, wenn wir motiviert für unsere Sache brennen und förmlich einen Zacken zulegen. Andere Menschen fühlen das. So wie die Begeisterung des Mannes mich mitriss.

Lebensenergie im Fluss

Für mich selbst ist diese Lebensenergie besonders präsent, wenn ich durch mein Tun etwas in Bewegung setze. Ich kann diese Energie fühlen, wenn sie sich dann wärmend von meinem Herz her ausbreitet. Das Tun gibt meinem Leben einen Sinn. Mein Herz ist erfüllt – mein Herz ist geöffnet.
Sehe ich keinen Sinn in meinem Tun oder habe ich schwere Gedanken, wird die Energie an ihrem Fluss gehindert. Sie kann sich nicht ausbreiten und kreist, weil sie in sich verfangen ist, um sich selbst. Ich fühle es dann als Druck und Antriebslosigkeit.
Weil ein offenes Herz so guttut, tue ich oft etwas, das meine Lebensenergie zum Fließen bringt. Ich lerne mit Begeisterung Neues und setze mich für das alte Handwerk Klöppeln in meiner Stadt ein. Ich unterstütze den Dalmanuta-Autoren-Blog mit meinem Blogbeitrag und arbeite mit Herzblut an einem neuen Projekt.
Diese Energie ist wie ein Feuer, das mich anfacht und hilft, einen Zacken zuzulegen.

Andrea Siegert

Bildnachweis für diesen Beitrag: Feuer, Herz @ istockfotos.com (c Jag_cz 2016)

Andrea und Volker Siegert

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