Intuition

Autor: Monika Bolte

Ein göttliches Geschenk

Albert Einstein sagte:

„Die Intuition ist ein göttliches Geschenk, der denkende Verstand ein treuer Diener. Es ist paradox, dass wir heutzutage angefangen haben, den Diener zu verehren und die göttliche Gabe zu entweihen.“

In meinem Leben durfte ich lernen, auf den sogenannten Geistesblitz zu vertrauen oder das Einfühlungsvermögen, die sogenannte Emotionale Intelligenz. Ich kann es mir oft selbst nicht erklären, aber in bestimmten Augenblicken kommt eine Eingebung, die keinen Zweifel zulässt. Auch Du wirst das sicherlich schon oft erlebt haben. Meiner Überzeugung nach ist diese Eingebung das Gottesgeschenk, von dem Einstein spricht. Wir bekommen einen Zugang zu unserer Intuition z.B. auch in der Meditation, in Augenblicken, in denen wir uns der Natur hingeben oder auch im halben Wachzustand. Um die Intuition, den Geistesblitz festzuhalten, ist es hilfreich, sich einen Block und Stift neben das Meditationskissen oder neben das Bett zu legen.

Innere Stimme

Für mich ist dies die Stimme Gottes. Nur viel zu oft habe ich nicht auf diese Stimme gehört, ihr nicht vertraut. Denn es gibt auch eine andere Stimme, die immer wieder den Zweifel in mir nährt. Diese Stimme entspricht jedoch nicht meiner Wahrheit, nicht mehr. Auch wenn sich die Stimme in meinem Kopf immer mal wieder meldet, weiß ich jetzt:

„Nein, das bin ich nicht.“

Kennst du auch diese innere Stimme? Es sind Anteile in mir, durch meine Erziehung und meine Erfahrungen geprägt und dennoch bin ich – und auch du – viel mehr. Was die Stimme Gottes, die Intuition angeht, ist es eher ein Gefühl der absoluten Klarheit, das mir Sicherheit und inneren Frieden schenkt. Sie beantwortet meine wichtigen Lebensfragen.

Zum Beispiel arbeite ich als Yoga-Lehrerin. Es kommt vor, dass ich die vorbereiteten Unterlagen für die Stunde vergesse. Dann bete ich und bitte um Führung. Einfach so ohne Erwartung. Erstaunlicherweise sind diese Stunden so rund und schön, dass ich selbst staunen muss. Sie sind aufeinander aufgebaut und mit ganz neuen Impulsen versehen. Ich nutze Übungen, die ich zuvor noch nie gemacht habe. Es fließt einfach aus mir heraus, ohne dass ich darüber nachdenke.

In Verbindung

So konnte ich eine Meditation nicht wie geplant ausführen, weil ich das Lied nicht abspielen konnte. Nur bei einem Mantra funktionierte die Anlage. Daraus ergab sich eine komplett andere Meditation, die diese Yogastunde perfekt zum Abschluss brachte. Statt in Panik zu geraten, weil die Technik nicht klappte, erlebte ich eine Herzenswärme, die in der ganzen Gruppe spürbar war. In der Verbindung mit dem Göttlichen in mir erlebte ich eine Führung, die die Energie im Yogaraum komplett veränderte.

Diese Erfahrung habe ich jetzt schon sehr oft machen dürfen. Und mir ist etwas Wichtiges dabei aufgefallen: Sobald man es richtig machen will, mit dem Kopf steuern will und Techniken kopiert, funktioniert es nicht. Wir brauchen unseren Verstand. Aber statt dass er der Chef in unserem Leben ist, machen wir ihn besser zu unserem Diener und geben so der göttlichen Stimme in uns mehr Raum.

Es geht um das Vertrauen in deine eigene Intuition. Mit anderen Worten: „Höre auf das göttliche Geschenk in dir.“ Die Impulse, auch wenn sie noch so subtil sind, entsprechen mehr deiner Wahrheit als die Stimme im Kopf.

Monika Bolte

 

Bildnachweis für diesen Beitrag: Monika Bolte @ Monika Bolte (alle Rechte vorbehalten)

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