Was ist das?

Autor: Antje Heinrich

Was ist das, was mich vor einem Bild verharren lässt,
was mir bei einem  Musikstück Gänsehaut bereitet,
mir bei einem Tanz Tränen in die Augen bringt,
was mich durch Worte ganz ruhig werden lässt,
mich bei einer Umarmung so besänftigt?
Was ist das, was mir Frieden schenkt?

Die Seele kennt nur Bilder und Gefühle
hierüber offenbart sie ihre Botschaften.
Durch die Kunst können wir sie sichtbar machen,
durch die Musik zum Klingen bringen,
durch den Tanz in Bewegung transformieren,
durch den Verstand ihnen Worte schenken,
durch den Kontakt in Berührung verwandeln und
durch die Verbindung Frieden stiften.

In der Meditation, wenn wir den Geist zum Schweigen bringen, die Außenwelten
ausschalten, in unser Inneres kehren, uns verbinden,
werden wir empfänglich für die Botschaften unserer Seele, dann werden die Bilder sichtbar, die Gefühle wahrhaftig und wir können etwas über das Leben lernen.
Und dann entscheiden wir, ob und wenn, was wir aus und mit ihnen machen,
ob wir sie für uns behalten oder mit der Außenwelt teilen,
indem wir sie
auf die Leinwand bringen,
ihnen Melodien verleihen,
sie in Bewegung transformieren,
ihnen Worte schenken,
sie in Berührung verwandeln,
Frieden stiften.

Was mich verharren lässt,
mir eine Gänsehaut bereitet,
mir Tränen schenkt,
mich ruhig werden lässt,
mich besänftigt und
mir Frieden gibt
sind die Bilder und Botschaften anderer, die sich mit meinen verbinden.

Als Meditationslehrerin kann ich dir deine inneren Bilder nicht zeigen.
Ich kann dir die Botschaften deiner Seele nicht sagen.
Ich kann dich nichts über dein Leben lehren.
Ich kann dir, als Meditationslehrerin, aber zeigen, wie du deine inneren Bilder für dich sichtbar werden lassen und empfänglich für die Botschaften deiner Seele werden kannst.
Ich kann dir zur Seite stehen, wenn du sie, vielleicht zum ersten Mal, siehst und ich kann dich bei deinem Entscheidungsprozess, ob und wenn, was du aus und mit ihnen tun wirst, begleiten.
So du mir den Auftrag dafür erteilst, bin ich bereit, ihn in voller Anerkennung deines Lebens und deiner Meisterschaft darüber anzunehmen und dir meine Bilder und Gedanken zur Verfügung zu stellen.

Und so kann ich auf dich zugehen,
dir meine Hände und Verbundenheit reichen,
dir in die Augen schauen und in Gedanken oder mit Worten sagen: „Ich sehe dich!“
Und dann kann ich ein Stück zurücktreten und mich in voller Anerkennung deiner Meisterschaft über dein Leben verneigen und dir danken,
danken dafür, dass du mich hast sehen lassen.
Und so ist ein Teil des Auftrages erfüllt – denn du kannst mir nur das zeigen, was du selber siehst.

 

Bildnachweis für diesen Beitrag: fragezeichen-künstliche-intelligenz-6786596 @ geralt (pixabay CC-0)

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