Zufall?

Autor: Anke Notthoff
Zufall _ copyright Anke Notthoff_2022

Nach dem Tod meines Vaters hat meine Mutter eine große Aufräumaktion bei sich zu Hause gestartet und viele Dinge aussortiert. Unter anderem eine alte, kaputte Gitarre, die mein Vater in den 60ern gespielt hat. Er war in einer Band und hat Schlagzeug gespielt und manchmal Gitarre. Scheinbar hat sie einen Umzug aber nicht ganz heile überlebt. Als ich meinen Vater fragte, warum er sie nicht reparieren ließe, erzählte er mir, dass es – laut einer Gitarrenwerkstatt – zu viel gekostet hätte, das gute Stück wieder fertig zu machen.

Als Einzige verschont

Mir gefiel diese Gitarre immer schon und ich habe sie mir als Andenken an Papa mitgenommen und durch meine Gesangslehrerin zu einem Geschäft bringen lassen, welches mir die Gitarre reparieren sollte. Obwohl sie mir sagten, dass es optisch möglich ist sie wieder herzustellen, wäre sie wahrscheinlich nicht mehr richtig zu spielen, aber das war mir egal. Dann würde ich sie eben schön an die Wand hängen, zur Erinnerung. Kurz vor Weihnachten habe ich die Gitarre wieder bekommen. Sie sieht wirklich ganz toll aus und sie ist sogar wieder spielbar! Aber noch spannender ist, dass es in der Zeit, in dem die Gitarre in dem Musikgeschäft auf ihre Abholung gewartet hat, ein Wasserschaden so gut wie alle Instrumente, die dort lagerten, unbrauchbar gemacht hat. Papas Gitarre ist eine der ganz wenigen Instrumente, die den Wasserschaden heile überstanden haben, weil sie zufällig im Schaufenster hing!

Von oben gelenkt?

Für andere mag es einfach ein „Zufall“ sein. Also, ich bin sicher, dass mein Papa da die Finger im Spiel hatte! Für mich ist es eine von mehreren Botschaften meines Vaters, dass er angekommen ist, da wo wir hingehen, wenn wir unseren Körper hier auf der Erde zurücklassen.
Ist dir so etwas auch schon passiert, so ein Zufall, wo du das Gefühl hattest: „Das ist kein Zufall, das ist für mich so gewollt gewesen, das ist für mich ein Zeichen eines verstorbenen und geliebten Menschen?“

Kleine Verbundenheitsmeditation

Wenn ich mich meinen Lieben im Jenseits näher fühlen möchte, setze ich mich gemütlich hin, schließe meine Augen und atme einige Male bewusst ein und aus. Dann lade ich in Gedanken meine Ahnen ein näher zu treten und richte meine Aufmerksamkeit wieder auf meine Atmung. Wenn du magst versuche es mal. Du kannst mit 10 Minuten anfangen. Wenn ich die Möglichkeit habe, setze ich mich sogar manchmal eine ganze Stunde hin und genieße das Gefühl der Verbundenheit, welches hierdurch in mir entsteht.

 

 

Bildnachweis für diesen Beitrag: copyright Anke Notthoff 2022

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